Zitat:
Soviel ich weiss, war Alfa in den 60-70ern (vielleicht sogar noch früher) das was BMW noch vor kurzen war. Nämlich DER Hersteller für sportliche Limosinen, BMW hat dann nach und nach Alfa den Rang abgelaufen.
(Zitat von: potzee)
Alfa hat eine unglaubliche Motorsport-Historie, und da reden wir von der Zeit, als serienmäßige oder leicht modifizierte Strassenwagen im Motorsport eingesetzt wurden.
D.h. als ein Erfolg im Motorsport etwas mit dem Serienwagen zu tun hatte.
Alfa war mehrere Jahrzehnte sehr erfolgreich im Motorsport. Vor dem Krieg, aber auch nach dem Krieg in der neu gegründeten Formel 1, wo Alfa die ersten beiden F1-Weltmeister stellte.
In den 60igern, als der Top-Rennsport sich von den Serienautos entfernte, war Alfa sehr erfolgreich im Tourenwagen-Sport, also wieder mit großer Seriennähe.
Da könnte man z.B. an die
6C und 8C der Vorkriegszeit denken, die gleichzeitig Rennwagen und Sportwagen waren.
Aber auch an die
GTA (Mitte 60iger bis Mitte 70iger)
Und Alfa war DIE sportliche Marke, die es zu schlagen galt, als BMW sich entschlossen hatte, in den frühen Sechzigern vom Hersteller von Isettas und dem missglückten Oberklasse-Versuch (der
Barockengel) zum Hersteller sportlicher Autos zu werden (was vorher nur die Top-Modelle der zugekauften Marke Glas waren wie der Glas 1700 TS. Auf Glas geht übrigens das heutige BMW-Werk Dingolfing zurück.).
Insofern ist es wirklich ein Jammer, wenn man sieht, wie Alfa abgestiegen ist. Und ja, es ist eine sehr kluge Entscheidung, es mit Alfa mit technischer Maserati-Anlehnung und Heckantrieb statt mit Fiat-Kopien zu versuchen. Zumal BMW ja gerade freiwillig eine Nische im Markt dafür öffnet, in die Alfa dann hineinschlüpfen könnte.
Grüße
ChrisH